Du bist hier: Sveni's Kochbuch > Gefüllter Schoko-Streusel-Kuchen

Gefüllter Schoko-Streusel-Kuchen

Ständig fragen mich die Leute: "Sag mal Sveni, kannst Du auch noch was anderes außer Reispfanne kochen?" Klar kann ich das, aber wenn ich koche, koche ich natürlich nur die Dinge, die mir am besten schmecken. Und um auch noch den Spruch "Die besten Köche sind schlechte Bäcker" zu entschärfen gibt es hier mein ultimativesallefrauenherzenhöherschlagendes Kuchenrezept. Nun denn auf geht's...

Ach so noch ein kleines Vorwort an die Kalorienzähler da draußen: Bei dem Kuchen braucht man gar keine Kalorien zählen. 2 Stück Kuchen = eine Mahlzeit. So einfach! Der Kuchen stopft richtig gut und man hat danach ein schönes Sättigungsgefühl. Wenn man davon zwei Stück zum Kaffeetrinken ißt, dann hat man abends eh meist keinen Hunger mehr. Und Leute die bei dem Kuchen noch Kalorien zählen sind die gleichen, die sich einen Sportwagen kaufen und dann auf die Benzinpreise schauen... So das musste mal gesagt werden! grins


Zutaten




Zubereitung

Zu allererst kochen wir den Pudding. Denn dieser muss nachher noch abkühlen. Auf der Anleitung vom Puddingpulver steht man soll ½ Liter Milch nehmen und davon 3 Esslöffel abschöpfen. Wer will kann's ja mal probieren. Ich empfehle einfach einen kleinen Schwapp Milch in eine Tasse abzugießen und gut ist. Und wer sich nun fragt "Woher weiß ich denn wieviel ein halber Liter ist, im Karton ist nur ein ganzer!" Nein wir müssen nicht den Karton zerschneiden. Dafür gibt es nämlich den Messbecher. Smiley glücklich

Die drei Löffel Milch in der Tasse rühren wir nun mit drei Löffel Zucker und dem Puddingpulver an. Das ganze wird eine seeehr zähe Menge. Wir haben, wenn wir genug gerührt haben dann eine Art Pudding Konzentrat. Aber kommt ja nicht auf die Idee, das zu probieren! Denkt dran, in diesem bisschen Flüssigkeit befindet sich ein ganzer Topf Pudding. Die Folgen wären unabsehbar. Ich habe von Leuten gehört, die nach einer Überdosis Pudding nie wieder normal geworden sind...

Den Rest vom halben Liter (sollte immer noch fast ein halber Liter sein), den kochen wir nun auf.

Und wenn ich sage aufkochen, dann meine ich das auch! Erst wenn die Milch kurz vorm überkochen ist, nehmen wir sie vom Herd. Denn durch das Aufkochen wird die Milch locker und schaumig. OK, es fällt dann zwar auch ganz schnell wieder in sich zusammen, aber hey es sieht doch geil aus! Dann rühren wir das Puddingkonzentrat in die Milch und kochen das ganze nocheinmal kurz auf. Dabei ist es sehr wichtig immer genug zu rühren, damit sich alles gut vermengt und keine Klümpchen entstehen. Danach können wir den Pudding direkt im Topf abkühlen lassen oder in eine kühle Schüssel füllen. Jetzt im Winter lohnt es sich, den Pudding einfach raus zu stellen.

Nebenbei gießen wir die Mandarinen durch ein Sieb und lassen sie schön abtropfen. Den Saft kann man nachher genüsslich trinken. Hmmm...

Fancy!

Nun gehen wir zum eigentlichen Backvorgang über. Wir geben eine Backmischung, ein Ei und 250 gr. Butter in eine Schüssel. Dann nehmen wir einen Mixer, verrühren alles grob mit der Hand. Danach den Teig auf der höchsten Stufe ein bis zwei Minuten verrühren. Als angehender Koch kann man bei dieser Gelegenheit auch gleich mal üben, wie man Eigelb von Eiweiß trennt. Ist zwar für den Kuchen nicht von Bedeutung, aber es ist wie gesagt eine gute Gelegenheit zum üben!

Dann nehmen wir eine Springform (das ist die runde Kuchenform Smiley zwinkert) und fetten sie ein. Dazu nehmen wir etwas Butter oder Margarine. Und da wir uns ja nicht die Finger schmutzig machen wollen, verwenden wir dazu einfach ein Stück Küchenpapier. Wichtig ist, dass die gesamte Form gut eingefettet ist, sonst bäckt nachher der Kuchen zu sehr an. Und wer sich seine Backform anschaut erkennt hier auch sofort, dass er eine 32 cm runde Form hat. Die Beschreibung in der Backmischung geht aber von einer 26 cm Backform aus. Was will man aber mit so einem kleinen Kuchen!?

Danach geben wir unseren vorbereiteten Teig in die Form und drücken ihn gut an. Besonders am Rand. Es ist auch sinnvoll den Teig am Rand etwas hoch zu drücken... Ich habs diesmal einfach nicht gemacht grins Und der aufmerksame Leser erkennt, dass man leider spätestens an diesem Punkt doch dreckige Finger hat. Mist...

Den gleichen Vorgang der Zubereitung der Backmischung wiederholen wir nun. Diesmal nehmen wir aber 280 – 300 gr. Butter, damit die Streusel auch schön knusprig werden. Ebenso kommen hier nun 5 oder 6 Löffel Kakaopulver hinein. Einfach nach Gefühl. Wenn wir alles schön verrührt haben, sollte es etwa so aussehen wie im Bild: wie brauner Sand.

Auf den angedrückten Boden geben wir nun unseren hoffentlich etwas abgekühlten Pudding. Aber bloß keine Hoffnung, der ist eh noch heiß! Egal, drauf gießen. Danach liebevoll die Mandarinen über den Pudding geben. Oder einfach wie ich das Sieb auskippen freches grinsen Dann komm der wichtigste Teil. Aus dem Schokoteig kneten wir viele kleine Streusel und verteilen sie auf dem Kuchen. Wenn man wie ich in diesem Fall weniger Butter genommen hat und einen schönen krümeligen Teig hat dauert es länger. Allerdings sind die Streusel da auch leichter und lassen sich besser auftragen, da sie nicht im Pudding unter gehen. Als gute Handtechnik hat sich bewährt, mit einer Hand richtig in den Teig zu greifen und dann immer zwischen den Fingern die Streusel zu formen. Aber 10 bis 15 Minuten sollte man dafür schon einplanen. Aber dafür hat man am Ende einen schönen Kuchen.

Das ganze noch bei 180°C 50 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Ich verwende dafür lieber Ober/ Unterhitze und keine Umluft. Aber bin eh nicht so der Umluft-Fan. Wenn der Kuchen fertig ist (also nach 50 Minuten) holen wir ihn einfach aus dem Ofen heraus und lassen in auskühlen. Er sollte nicht im Ofen auskühlen, da er sonst zu trocken wird. Und wenn der Kuchen vollständig abgekühlt ist, kommt noch Puderzucker drüber. Wenn man keinen Puderzucker im Haus hat kann man auch normalen Zucker und eine alte Kaffeemaschine verwenden. In Verbindung mit Strom und dem Ein/ Aus-Schalter erhält man damit wunderbaren Puderzucker. Aber wie gesagt man sollte eine ältere Kaffeemaschine verwenden oder eine in der lange kein Kaffee mehr gemahlen wurde. Na dann lasst es Euch schmecken!

Geschmacksoptimierung und Anpassung

Wie Optimierung? Der Kuchen ist einfach perfekt! Ne nicht wirklich. Also man kann zum Beispiel zwei Packungen Pudding kochen und dann einmal Pudding, dann Früchte und dann nochmal Pudding. Dann sollte man aber erst den Boden machen, dann den Pudding auftragen und das ganze zwei bis drei Stunden abkühlen lassen, bis der Pudding etwas fester ist. Sonst läuft das zu sehr umher und die dicke Pudding-Schicht ist instabil. Ebenso kann man statt Mandarinen auch Kirschen oder anderes Obst verwenden, was man mag. Man kann auch Schoko-Pudding verwenden oder Kakaopulver in den Boden. Man kann Streusel mit und ohne Schoko kombinieren und man kann eh alles auch ganz anders machen. Also seit kreativ! Denkt dran, design for life! Smiley glücklich